• Max Cancola

STÜCKGUTPRODUKTION IST UM 7,6% TEURER GEWORDEN

Die Kosten einer Stückgutsendung sind deutlich gestiegen. Vor allem aufgrund höherer Personalkosten lagen sie im zweiten Halbjahr 2017 um 7,6 Prozent höher als zwölf Monate zuvor. Dies ist das Ergebnis des im Auftrag des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) bei den führenden deutschen Stückgutnetzen ermittelten aktuellen "Kostenindex Sammelgutspedition".


Mit einem Anstieg um 12,2 Prozent pro Sendung liegen die Personalkosten deutlich vor der Kostenentwicklung des Treibstoffs (plus 4,5 Prozent). Hier wurde der Mangel an qualifizierten Berufskraftfahrern sowohl im Fernverkehr, als auch im regionalen Verteilerverkehr der Stückgutnetze deutlich spürbar, kommentiert der DSLV.  Damit trugen die Personalkosten mit 6,2 Prozentpunkten zum Anstieg der Gesamtkosten bei.


Die Sachkosten entwickelten sich mit einer Erhöhung um 2,5 Prozent relativ verhalten. Dass im Berichtszeitraum auch ein leichter Anstieg der Mautkosten um 1,2 Prozent verzeichnet wurde, ist auf den vermehrten und ökologisch effizienteren Einsatz von 12-t-LKW zurückzuführen, die im Nahverkehr bei der direkten Zustellung und Abholung von Waren bei Industrie und Handel zunehmend 7,5-t-Fahrzeuge verdrängen.


Einen drastischen Anstieg der Mautkosten erwartet der DSLV in den kommenden Monaten. Zunächst wird zum 1. Juli 2018 das mautpflichtige Bundesfernstraßennetz um 37.000 Kilometer auf insgesamt 52.000 Kilometer ausgeweitet. Anfang 2019 werden zudem die Mautsätze zusätzlich deutlich angehoben werden. Zur Ermittlung individueller sendungsbezogener Mautkostenerhöhungen erarbeitet der DSLV derzeit ein Berechnungstool für seine Mitgliedsunternehmen, das noch im Mai erscheinen soll.


Sämtliche Änderungen haben auch Einfluss auf die Gewichtung der Kostenarten im "Kostenindex Sammelgutspedition". Die Personalkosten haben bei den Systemverkehren im Durchschnitt inzwischen einen Anteil von 53 Prozent, die Sachkosten belaufen sich auf 33,7 Prozent, die Treibstoffkosten betragen 10,3 Prozent und die Mautkosten knapp 3 Prozent.


Als Benchmark für den Stückgutmarkt wird der "Kostenindex Sammelgutspedition" im Auftrag des DSLV in Halbjahresabständen durch das Steinbeis Beratungszentrum Forwarding and Logistics Center (Forlogic) erstellt. An der Erhebung beteiligen sich annähernd 100 Depots der Stückgutnetze der Speditionen und Speditionskooperationen 24plus, Cargoline, Emons, Honold, IDS, ILN, Online Systemlogistik, Schenker Deutschland, VTL und Zufall. (la)


Quelle: https://www.dvz.de/rubriken/xing-news/single-view/nachricht/stueckgutproduktion-ist-um-76-prozent-teurer-geworden.html?xing_share=news

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